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Die Happy - Alles wird gut 

SiSA: Hallo, ihr seid Die Happy. Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Die Happy: Der Name hat zwei Geschichten. Die erste ist die, das Thorsten, der Gitarrist, den Namen in Amerika aufgeschnappt hat. Das war bei Surfer-Leuten, die Die Happy als geflügeltes Wort nehmen für "Alles wird gut" - "Hals- und Beinbruch". Das zweite ist der Gedanke daran, dass man, um glücklich zu sterben, ein einigermaßen glückliches Leben führen muss. Das ist das, was wir tun wollen. Wir wollen auch auf der Bühne den Leuten irgendwie ein glückliches Dasein vermitteln, Spaß haben, einen glücklichen Moment bescheren. Wir dürfen zum Glück gerade das machen, was wir immer tun wollten: Musik machen, `rumtouren, Platten aufnehmen und einfach dem Leben Spaß abgewinnen. Spaß haben, Freude, glücklich sein im Leben. Das Positive ist uns sehr wichtig.

SiSA: Martha, du hast da eine wunderschöne Blume auf dem Arm tätowiert. Wieso dieses Motiv?

Die Happy: Ich bin ein Blumenmädchen. Ich habe es mir vor acht Jahren selbst aufgemalt, das Tatoo. Dann bin ich zum tätowieren und habe es machen lassen. Ich habe eigentlich schon immer gern gemalt und bin kreativ.

SiSA: Ihr macht ja schon seit über sieben Jahren Musik. Seid ihr da jetzt noch aufgeregt, wenn ihr auf Tour seid und es sind nur noch 10 Minuten bis zum Konzert?

Die Happy: (Martha) Ich bin nicht mehr so aufgeregt, wie die ersten Male. Ich kann mich erinnern: am Anfang hatte ich immer Bauchschmerzen. Da musste ich mich vor einem Konzert immer auf den Bauch legen. Aber das war unterschiedlich: manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal so gut wie gar nichts. Das kommt auch immer auf die Situation drauf an. (Ralph) Das ist wirklich immer situationsbedingt. Ich kann mich erinnern: wir haben einmal in Wien gespielt und waren ganz aufgeregt, weil irgendein Superstar im Publikum saß. Da haben wir alle ein Magengeschwür bekommen. Wir haben uns gedacht: Oh Gott, jetzt gehen wir da raus und dann steht da dieser Mann! Das ist eben auch abhängig davon, wer einem zuhört, oder wie groß die ganze Geschichte ist. Das nervös sein gibt einem aber auch irgendwie den Kick, den man dann auf der Bühne hat. Beim ersten Song löst sich das dann alles, diese Anspannung.

SiSA: Ihr habt einige Platten, die ausverkauft sind und von denen ihr auch keine Neuauflage mehr pressen lassen wollt. Gibt es nicht eine andere Möglichkeit, die Platten wieder herauszubringen?

Die Happy: Da haben wir noch gar nicht drüber nachgedacht. Das gehört halt dazu, als sogenanntes Push-Up. Die Zeit läuft da ja für uns, wenn die Platten noch rarer werden und Die Happy noch ein bisschen erfolgreicher wird, dann ist es ja noch spannender, dann irgendwann vielleicht doch noch mal eine Auflage zu machen. Man darf nicht alles Asse ausspielen.

SiSA: An welchem Punkt euere Karriereleiter seid ihr jetzt angekommen?

Die Happy: Das ist ganz schwierig zu sagen. Für so was ist ja kein richtiges Ende definiert, es gibt ja jetzt keine Sprosse auf der Leiter, wo wir sagen, da wollen wir hin und noch weiter. Das definiert sich immer jeden Tag neu. Je erfolgreicher man wird, desto höhere Ziele steckt man sich. Ich glaube, es geht einfach immer weiter. Wir sind nicht mehr am Anfang, sind aber auch lange noch nicht am Ende. Viele Stufen kommen noch. Wir wollen jetzt natürlich versuchen, bis nach oben zu kommen. Die Frage ist nur: Wo ist oben? Auf jeden Fall weiter oben, als da, wo wir jetzt sind.

SiSA: Letztes Jahr habt ihr das Video gedreht, in Berlin. Wie war die Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Department M?

Die Happy: Geil. Cool. Es war ja für uns zum ersten mal. Das Video-Team waren an die 30 Leute, inkl. Lichttechniker und Aufbautechniker und die Truckfahrer, die die ganzen Sachen mitgebracht haben. Und das alles für vier kleine Bandmitglieder aus Ulm. Das war echt interessant. Die haben alle gearbeitet, sind ´rumgewuselt. Das hat viel Geld gekostet - und wir waren da. Ja, schön geschminkt, gestylt, die Kamera war da, die Leute und du musst irgendwie geil sein, alles gut machen uns so, wie es der Regisseur sich vorstellt. Wir haben 21 Stunden am Stück gedreht, das war eine geile Erfahrung - mit einer kurzen Pause zum Abendessen. Ich freue mich schon auf weitere Drehs.

SiSA: Wie sieht euer Zukunft aus? Was plant ihr?

Die Happy: Wir wollen erst mal auf Festivals spielen. Auf jeden Fall wollen wir noch eine gute Platte aufnehmen, die dann hoffentlich im April 2002 erscheint. Das ist das naheliegendste Ziel. Ein Fernziel ist es, mal Urlaub zu machen. Vielleicht klappt das im Januar.

SiSA: Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß noch auf dem X-Large!

Das Interview führte die SiSA-Redakteurin Elli Flierl. Fotos www.diehappy.de


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