| SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 02/01/2002 | ||||||||||
Günter Grünwald steht auf Karl Valentin und Gerhard PoltWas für Geheimnisse SISA-Redakteurin Christine Tassinger dem Ingolstädter Kabarettisten vor seinem Auftritt als "Botschafter des guten Geschmacks" in der Gersthofer Stadthalle noch entlocken konnte, lest ihr gleich!
Wie war ihr erster Bühnenauftritt als Kabarettist? Überhaupt der erste? Oh, das ist schon lang her, das war glaub´ ich sehr lustig, allerdings hab ich fast das Gefühl, mehr für mich als für´s Publikum. Weil, wenn man anfängt mit sowas, hat man ja keine Ahnung, wie das ganze funktioniert. Es war aber auf jeden Fall in Ingolstadt, wo ich früher Musik mit einer Band gemacht habe mit ein paar spaßigen Einlagen. Irgendwann hab ich mir dann gedacht, das mach ich jetzt alleine. Über wen und was können sie lachen?
Wo bekommen sie ihre Sketche und Gags her? Sind sie ein guter Beobachter von Alltagsszenen? Keine Ahnung, wenn dann unbewusst. Schreiben tu ich das ganze ohne Anregungen von außen, ich setz mich an den Computer hin und fang mal zum schreiben an, dann entwickelt sich vielleicht was draus oder nicht, hat aber bei mir mehr mit Sitzfleisch als mit äußeren Einflüssen zu tun. Die Gags teste ich dann vorher auch nicht im Freundeskreis, sondern direkt auf der Bühne. Warum verheimlichen sie ihren Lebenslauf auf der Homepage? Haben sie ein paar Leichen im Keller? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendwer für meinen Lebenslauf interessiert, deswegen denk ich mir dann einfach was aus. Wie kann man als Ingolstädter den „nationalen italienischen Komikerpreis“ gewinnen?
Sie engagieren sich im Projekt „Schule ohne Rassismus“. Ist das mehr Beruhigung des sozialen Gewissens oder wie kamen sie dazu? Die Organisation hat mal mit mir Kontakt aufgenommen und mich gefragt, ob ich die Schirmherrschaft übernehmen möchte für eine Schule. Da habe ich dann gerne zugestimmt. Meine Tochter hat dann an ihrem Gymnasium versucht, diese Aktion auch zu machen, dann ist das ganze wieder mehr von mir weggegangen, ich hab dann auch nie richtig Schirmherrschaft übernommen. Engagiert bei diesem Projekt, wäre übertrieben zu sagen. Mit was beschäftigen sie sich in ihrer Freizeit? Was macht ihnen außer Quatschmachen noch Spaß?
Haben sie eine bestimmte Lebensphilosophie, gibt es einen Gedanken, der ihr Leben prägt? Na, überhaupt nicht. Das könnte ich mir jetzt nicht vorstellen, dass es einen kurzen Kernsatz gibt, nach dem man dann sein Leben ausrichtet. Das müsste ein ziemlich erbärmliches Leben sein. Was sind ihre nächsten beruflichen Träume oder Ziele, wollen sie auch mal einen Kinofilm machen?
Wollen sie vielleicht mal wieder als Musiker auftreten? Von Musik komm ich natürlich nie ganz weg, damit hab ich ja auch angefangen. Das wäre etwas, was ich mich immer wieder reizen würde, mit einer Band was zu machen. Aber dann überlegt man sich wieder, was das für ein Aufwand wäre, man müsste erst mal ein Repertoire einüben. Und dann mit der Band unterwegs zu sein, wäre nochmal was ganz anderes als als Solokabarettist unterwegs zu sein. Vom Aufwand her und dass man sich mit ziemlich vielen Leuten gut verstehen muss, denn sonst gibt´s ja Mord und Totschlag. Das stell ich mir schon relativ anstrengend vor. Von dem her, schieb ich´s dann immer wieder raus und sag, ach vielleicht mach ich´s nächstes Jahr. Zum Schluss noch ein paar kurze Fragen zum Ergänzen:
Lieblingsbuch:
Lieblingsfilm:
Es kommt immer drauf an, wem. Es gibt Menschen, denen tät ich absolut überhaupt nichts leihen, und Menschen, denen tät ich alles leihen.
Welche Person aus der Geschichte hätten sie gerne gekannt?
Was würden sie als ihre größte Stärke und Schwäche bezeichnen?
Wenn sie einen Wunsch frei hätten, was würden sie dann machen wollen? Danke für das Gespräch und viel Spaß beim Auftritt! |
||||||||||
| https://sisa2.hokeypokeyland.org//neues/interviews |