02/05 D-A-D - Soft Dogs 



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| D-A-D sind im stetigen Wandel |
Die dänische Kultkapelle hat Punk, Metal sowie schrägen Country- und Tex-Mex-Einflüssen abgeschworen und sich den 60er- und 70er-orientierten Blues-Rock-Klängen zugewandt. Sehr soft. Und mitunter sehr stadiontauglich. Aerosmith für Arme, könnte man böswillig auch sagen.
Doch ganz so fies sollte man mit diesen "Soft Dogs" nicht umgehen. Erstens haben die alten Hunde weiß Gott Respekt verdient, zweitens haben sich D-A-D so oft neu erfunden, dass man ihnen dieses eine Mal auch verzeihen kann, und drittens glänzt das Album mit einer ganzen Reihe ausgezeichneter Songs. In der Regel gelingt den Dänen nämlich das Kunststück, bei allem Mainstream, dem Kitsch-Teufel gerade noch rechtzeitig von der Schippe zu springen. Außerdem sind sie textlich vom sonst in diesem Lager üblichen Lovesong-Einerlei so weit entfernt, dass man fast meinen könnte, D-A-D würzen ihren neuerlichen Stilwandel mit einer feinen Prise Selbstverarschung. Wer den etwas glamourösen Geradeaus-Rock auf ihrem letzten Album "Everything Glows" gemocht hat, wird sich über das neue Werk sicher wundern. Wer aber schöne, akustische Lagerfeuer-Songs und bluesige Schmachtfetzen mit eingängigen Refrains und einem ordentlichen Schuss Coolness gerne hört, wird an "Soft Dogs" viel Freude haben