| SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 28/05/2002 | ||
Alec Empire - Intelligence And Sacrifice (VÖ 27.5.)Alec Empire ist ein schillernder Name. Der gebürtige Berliner hat mit noch nicht einmal 30 Jahren bereits mehrere Karrieren in verschiedenen Disziplinen der hochverehrten Musik hinter sich.
Einerseits liefert er ein kompaktes Werk aus Industrialklatschen und Noiserock. Melodiös-brachialer Lärm pulsiert aus den Boxen, die zittrig durchs Wohnzimmer wackeln. Seine eindringlichen Brüllvocals sind nach wie vor keinem Herzschrittmacherpatienten zu empfehlen. Angetan vom Erfolg in Japan, wo das Album ("Unsere Eintrittskarte, um Festivals zu headlinen") bereits seit einiger Zeit veröffentlicht ist, meint Empire, diese CD sei wie ein Ausflug in einem teuren Schlitten. Die schnelle Fahrt, so verspricht der Macher, endet an einer Mauer. Dumm, dann könnten die Fans doch CD zwei nicht mehr hören. Anstrengende Elektronik verleiht metallische Flügel, nimmt den Hörer in einer Endlos-Spirale gefangen. Fein abspacen eben. So super Alec das auch findet, so richtig will "Intelligence And Sacrifice" nicht gegen die Wand drücken - mit Ausnahme von "Death Favours The Enemy", einem verhackstückelten "I Wanna Be Your Dog" von Iggy Pop. Was Empire macht, hat Trent Reznor schon besser gemacht. Demnach zeigt sich bei dieser Veröffentlichung, dass ein Album mit hohem Anspruch nicht unbedingt ein anspruchsvolles Album sein muss. |
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