12/06 Wyclef Jean - Masquerade (VÖ 17.6.) 



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Es gibt wahrscheinlich kaum einen produktiveren Musiker als Wyclef Jean. Die Liste seiner Produktionen, Features und Gastauftritten bei diversen Künstlern ist so lang, dass es schier unmöglich ist, alles aufzuzählen. Trotz seiner Kooperationen mit unzähligen Künstlern hat das durch die ´Fugees` großgewordene Multitalent Zeit gefunden einen eigenen Longplayer aufzunehmen. Das Teil heißt Masquerade und setzt, wie schon die Voralben auf einen stilistischen Mix von Reggae, R'n'B, HipHop, Country, Rock und allem sonstigen was es noch an musikalischen Richtungen gibt.
Wahrscheinlich versteht es keiner so gut wie Wyclef Jean eine solche Bandbreite auf einem Album unterzubringen. Trotz bewährter Mischung ist ´Masquerade` aber nicht so eingängig wie die beiden Vorgänger ´The Carnival` und ´Ecleftic`. Die richtigen Knaller, wie zum Beispiel ´Gone Till November` auf ´The Carnival` oder ´911` auf ´Ecleftic` sucht man auf Wyclefs neuem Album (fast) vergeblich. Einzig die bereits veröffentlichte Single ´Two Wrongs` und das reggaelastige ´War No More` erinnern an vergangene Perlen von Wyclefs Schaffen. Der Rest ist Wyclef Jean-Standard: Zwei Coverversionen (´Oh What A Night`, ein Disco-Hit von Frankie-Valli aus dem Jahr 1976 und das bestimmt schon tausend Mal interpretierte ´Knocking on Heaven´s Door`), ein bisschen Rap, ein bisschen Rock und so weiter. Nix neues also, aber trotzdem Wyclef Jean und deswegen gibts auch noch versöhnliche 3 Sterne.
(BeBe)