Während Gwen Stefanie ihre Affäre mit Rossdale in dem No Doubt-Hit "Ex-Girlfriend" verarbeitet hat, hört man auf dem Bush-Album einige traurige Tracks, die auch hier die Vermutung nach Selbstheilung durch Musik nahe legen. So zum Beispiel "The people that we love" in der Gavin Rossdale mehrere Interpretationsmöglichkeiten lässt, aber das Credo doch auf Liebe und die daraus resultierenden Probleme zurückgreift. Allgemein ist es ein gutes Album für alle Fetischisten der gepflegten Textinterpretation, da hier zum Glück nicht der Pop-übliche Senf abgeleiert wird. Texte mit Tiefe. Schön, dass es das auch noch gibt. Der Sound ist bekannt. Zwar hört man einigen Tracks an, das Rossdale etwas experimentiert hat, aber der Bush-typische Sound herrscht vor. Und das ist mehr als OK so. Wer hat behauptet, daß die Entwicklung einer Band immer durch radikale Brüche und nicht durch kontinuierliche Fortschritte erfolgt? - Muss man mal gehört haben.