14/02 Dropship: United Peace Force 



Im Jahr 2050 ist die Welt ein besserer Ort. Jedenfalls etwas besser. Denn statt den Vereinten Nationen oder der NATO wacht nun die mächtige Friedenstruppe United Peacekeeping Force, ein Bündnis aus 34 Nationen, über den zerbrechlichen Weltfrieden. In "Dropship: United Peace Force" der britischen Entwickler Camden Studios darf der Spieler mitwachen. Zu diesem Zweck steuert er eine Reihe von Kampfflugzeugen und -gefährten in gefährliche Einsätze auf der gesamten Weltkugel, von den Bergen Kolumbiens bis zu den Steppen von Kasachstan. Spielerisch präsentiert sich "Dropship" als Genre-Mix mit etwas Simulationseinschlag sowie leichten taktischen Elementen und viel Action.
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Die Kampfflugzeuge, Dropships genannt, fliegen sich - vor allem für ein Konsolenspiel - recht komplex. Die Bedienung muss zunächst einmal mühsam erlernt werden, sind doch alle Tasten des PS2-Kontrollers teilweise mehrfach belegt. Aus diesem Grund verfügt "Dropship" auch über fünf Trainingsmissionen, in denen dem Spieler Steuerung und mögliche Einsätze näher gebracht werden. Flugmanöver wie Start, Gegenschub und Schweben werden erprobt, außerdem die Bedienung der Waffen. Zudem wird noch ein weiteres nützliches Fahrzeug (Panzer), das in diversen Missionen zu Einsatz kommt, erklärt. Glücklicherweise steuert der sich wesentlich unkomplizierter als das Dropship.
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Nach den Trainingsmissonen stehen vier Kampagnen mit jeweils fünf Missionen auf dem Programm. Die Einsätze werden durch eine Background-Story zusammen gehalten, die durchaus Sinn macht und für weitere Motivation sorgt. So muss beispielsweise in Kolumbien der Drogenbaron Huan Montez ausgeschaltet werden. Auch die Einsätze selbst bieten einige Abwechslung. Mal müssen Erkundungstruppen unauffällig ins Feindesland transportiert werden, dann stehen Bombenangriffe oder heiße Dogfights mit gegnerischen Flugzeugen auf dem Programm. Zudem sorgen gelegentliche Bodeneinsätze im eingangs schon erwähnten Kettenfahrzeug für weitere Abwechslung.
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Die Missionen sind oft recht umfangreich und erscheinen zudem dynamisch: Aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse werden dem Spieler plötzlich neue Aufträge zugeschustert, von denen das Missionbriefing kein Wort erwähnt hat. Drei verschiedene Dropships und zwei verschiedene Panzer sorgen dafür, dass für jeden Einsatz das passende Gerät zur Verfügung steht. So eignet sich eines der Flugzeuge vor allem für Transportaufträge, ein anderes mehr für Angriffe auf den Gegner. Oftmals ist taktisch kluges, überlegtes Vorgehen Voraussetzung für den Erfolg, dann wiederum ist reine Action angesagt: Der Co-Pilot übernimmt das Steuer, der Spieler ballert per Bordkanone, was das Zeug hält.
An der Grafik gibt's nicht viel zu mäkeln: Die detaillierte 3-D-Optik setzt klar auf Realismus, ist aufgrund der monotonen Texturen etwas fad, dafür sehr flüssig geraten. Zudem protzen die teilweise gigantisch großen Einsatzgebiete mit extrem hoher Weitsicht. Gleiches gilt für den Sound. Die deutsche Synchronisation entspricht gehobenem Mittelmaß, die stramme Marschmusik sorgt für eine stark militärisch angehauchte Stimmung, die Effekte sind knackig. Einen Multiplayermodus haben die Entwickler leider nicht vorgesehen.