SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 14/03/2002

Stealth Combat

Der Genre-Mix "Stealth Combat" vom noch jungen Frankfurter Entwickler-Team TriggerLab bietet abwechslungsreiche Actionkost mit den unterschiedlichsten Vehikeln zu Lande, zu Wasser und in der Luft - das Ganze gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Taktik und präsentiert von Modern Games.

Genre: Strategie
Plattform: PC

Wenn es nach den Entwicklern des 3-D-Actionspiels "Stealth Combat" geht, ändert sich politisch gesehen in den kommenden 40 Jahren leider nur wenig. Im Jahre 2038 ist die Menschheit vom globalen Frieden weiter entfernt den je. Ganz im Gegenteil - wie einst im Kalten Krieg belauern sich zwei bis an die Zähne bewaffnete Machtblöcke. Als Japan nach einem Regierungswechsel das großasiatische Bündnis verlassen will, kommt es zum Eklat. "Falken" auf beiden Seiten verlangen sogar den Einsatz von Atomwaffen! Nur mit Hilfe geheimer Kommando-Aktionen kann ein nuklearer Krieg mit unabsehbaren Folgen überhaupt noch verhindert werden ...

Der Spieler darf in über 20 anspruchsvollen Missionen plus Tutorial für eine der beiden Konfliktparteien beweisen, dass diese in der Lage ist, den Weltfrieden zu bewahren. Die Aufträge sind nach Art des Terrains und der zum Einsatz kommenden Vehikel sehr abwechslungsreich gestaltet. Hat man eben noch mit der asiatischen Commander Moon gegen die Panzer einer Söldnerbande gekämpft, so sitzt man schon im nächsten Auftrag auf Befehl des westlichen Lieutenant Streak im Hubschrauber auf der Jagd nach chinesischen U-Booten. Sogar in Höhlen und bei Nacht geht's zur Sache. Besonders knifflig: Manche Einsatzziele können sich plötzlich während einer Mission ändern, wenn etwa neue Geheimdienst-Informationen zugrunde liegen.

Bei "Stealth Combat" kommt es in erster Linie auf Geschick und Reaktionsvermögen im actionreichen Gefecht mit den futuristischen Vehikeln an. Zugleich ist immer auch taktisch kluges Vorgehen angesagt, da draufgängerische "Hurra-Aktionen" in der Regel wenig bringen. Gerade die sinnvolle Kombination verschiedener Waffensysteme ist oftmals der Schlüssel zum Sieg. Und in den speziellen Aufklärungs-Missionen ist besondere Vorsicht gefragt: Wer hier die Gegner aufschreckt, überlebt nicht lange! Einen Mehrspieler-Modus gibt es übrigens leider nicht.

Per Tastatur und Maus werden die Fahrzeuge in der Cockpitperspektive oder von außen betrachtet durch das jeweilige Terrain gelenkt. Die bisweilen ungenaue Steuerung von "Stealth Combat" erinnert ein wenig an die Spiel-Automaten von früher. Das simple Bildschirm-Interface besteht hauptsächlich aus einer kleinen Karte des Einsatzgebietes mit den eingezeichneten Navigationspunkten, einem Kompass, der Waffenanzeige und einer Schadensübersicht. Dem obligatorischen KI-"Flügelmann" werden per Tastatur kurze Befehle erteilt, die er dann auch prompt ausführt.

Die Computergegner stellen eigentlich nur aufgrund der schweren Bewaffnung und ihres treffsicheren Feuers eine wirkliche Gefahr da. Ansonsten bleiben die Angriffe des CPU-Generals eher unkoordiniert, da immer nur vereinzelte Gegner anrücken, die sich mit der entsprechenden Truppe leicht ausschalten lassen. Die nach dem Game-Skript auftretenden Ereignisse sorgen aber bisweilen für eine böse Überraschung, wenn man sich beispielsweise unvermutet von aggressiven Feinden umringt sieht, die zuvor noch versteckt waren.

Beide Konfliktparteien verfügen in etwa über denselben kriegerischen Fuhrpark: Vom leichten Aufklärungsfahrzeug, über mittlere Panzer, Raketenwerfer und Haubitzen, bis hin zum schwer gepanzerten Tank mit gleich mehreren Kanonen existieren die unterschiedlichsten, teils futuristischen Systeme. 20 der insgesamt 50 vorhandenen Vehikel können vom Spieler selbst gesteuert werden. Auch fliegende, wie den mit Raketen gespickten Kampf-Helikopter "Bucaneer" und sogar geheime Prototypen wie der zweibeinige Combat-Mech "Bloodhound" sind darunter. Per Tastendruck kann jederzeit in das Gefährt des Nebenmannes gewechselt werden, sofern der noch am Leben ist.

"Stealth Combat" verfügt über eine eigene Grafik-Engine namens "Jared", die von TriggerLab selbst entwickelt wurde. Trotz deren ansehnlicher grafischer Effekte wie etwa Rauch, Tag- und Nachtwechsel oder Kettenspuren, kann die 3-D-Darstellung insgesamt leider nicht vollends überzeugen. Beim näheren Heranzoomen wirken vor allem die Fahrzeuge sehr grob gestaltet. Anders jedoch beim Sound: Hier sind die Actionfilm-reife Musik und der bisweilen Ohren betäubende Kriegslärm vollauf gelungen.

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