Handel befällt Xbox-Wahn
Knallharter Preiskampf am Launchtag der Xbox: Nachdem die Kaufhauskette Media Markt als erster den Preis der Microsoft-Konsole dauerhaft von ursprünglich 479 Euro auf 399 Euro senkte...
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| Die Xbox für nur 399 Euro: Überraschende Marktoffensive von Microsoft oder krasser Händlerpreiskrieg? Bild von: Microsoft |
Knallharter Preiskampf am Launchtag der Xbox: Nachdem die Kaufhauskette Media Markt als erster den Preis der Microsoft-Konsole dauerhaft von ursprünglich 479 Euro auf 399 Euro senkte, zogen einige Konkurrenten - darunter ProMarkt, Hertie und Karstadt - in hektischen Aktionen nach und unterboten das günstige Angebot teilweise sogar noch um geringfügige Beträge. Der Höhepunkt der Xbox-Hysterie war erreicht, als für viele Stunden das Gerücht im Internet grassierte, die Leipziger Filialen des Media Marktes würden die schwarze Spielemaschine aufgrund des Preisgarantie-Versprechens für 299 Euro anbieten. Dies dementierte der betreffende Media Markt-Manager auf Anfrage jedoch prompt. Nur der ebenfalls in Leipzig ansässige Anbieter Zur 48 gewährte bei Reservierung seinen Kunden den unglaublichen Rabatt von rund 180 Euro. Allerdings habe die Aktion nur 15 Geräte betroffen, wie ein Mitarbeiter des Unternehmens versicherte. Deutliche Preissenkungen indes auch bei der Software: Die Media Markt-Schwester Saturn reduzierte den Preis der Xbox-Starttitel von 70 Euro auf rund 55 Euro. Microsoft sieht angesichts des tobenden Marktkampfes keinen Handlungsbedarf, den empfohlenen Verkaufspreis von 479 Euro zu senken. Schließlich könne es nicht sein, dass die Maßnahme eines Händlers die Preisgestaltung des Unternehmens beeinflusse, so ein Microsoft-Sprecher in einer ersten Stellungnahme. Manfred Gerdes, Geschäftsführer der Sony Computer Entertainment Deutschland, bedauerte die Ereignisse und warf Microsoft eine falsche Vertriebspolitik vor, die eine marktgerechte Platzierung der Xbox nicht gewährleisten könne. Als Gewinner des Preiskrieges geht der Kunde vom Platz - auch in Österreich und in der Schweiz. Das restliche Europa bleibt von der Auseinandersetzung der deutschen Händler bislang unbeeinflusst.
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