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SiSA Artikel
01/02 Let the music play! ****_

Als sich Codemasters einst dazu hinreißen ließ, einen Musikbaukasten für die PSOne auf den Markt zu bringen, sorgte das für kollektives Kopfschütteln. Heute, knapp drei Jahre und eine Reihe Updates später, haben sich die Soundtools auf den Sony-Konsolen mittlerweile etabliert. Während aber Codemasters alle PS2-Besitzer bereits mit dem "MTV Music Generator 2001" beglückt, kam die Mutter aller "Klick-dir-deinen-Hit-zusammen"-Programme erst ziemlich spät aus den Startlöchern. Wer sich bereits mit der Kombination Musik und PC auseinander gesetzt hat, ahnt, worauf wir hinauswollen: Magix hat seinen seit Jahren führenden Soundgenerator "Music Maker" endlich auch für die schwarze Konsole herausgebracht, um noch mehr Jugendliche von der Einfachheit des Komponierens zu überzeugen.

Im Grunde genommen handelt es sich bei "Music Maker" um eine Sammlung von mehr als 3000 Soundsamples, die man so zusammenstellen muss, dass am Ende ein Ohrwurm rauskommt. Anfänger ordnen die bunten Soundklötze ganz einfach hintereinander an; erfahrene Elektro-Komponisten nutzen alle 16 Stereospuren aus. Wer mehr will, greift auf die zahlreichen Effektfilter zurück und sorgt mit Hall, Echo und Reverse für spektakuläre Beats und Breaks.

Und da sich nicht nur Techno-, Trance- und House-Stücke gut anhören, spendierten die Entwickler auch Soundloops aus den Genres 80s, Disco, Pop, Rock, Hip Hop, Rhythm and Blues und 2Step. Somit ist für viel Abwechslung gesorgt und ambitionierte Tüftler können mit recht wenig Aufwand einen schnellen Gassenhauer zusammenschustern. Sehr gut: Auf einer leeren Memory Card (8 MB) lassen sich immerhin 60 Arrangements speichern.

Das zweite große Einsatzgebiet dreht sich um die Produktion eigener Videos. Denn wie wir alle aus eigener Erfahrung (Stichwort MTVIVA) wissen, wird heutzutage jedes Lied stets von einem coolen Filmchen begleitet. Und auch hier gehen alle Handgriffe ganz einfach von der Hand, da die auf der Scheibe befindlichen Videoflicks per Analog-Controller auf den beiden zur Verfügung stehenden Spuren abgelegt und nach Belieben angeordnet werden.

Trotz des erfreulich einfachen Funktionsprinzips ist die Steuerung zu Beginn ein wenig nervig, da man sich erst einmal an die umfangreiche Controller-Bedienung gewöhnen muss und sich mehr als einmal eine PS2-Maus wünscht. Sind diese Hürden aber einmal genommen, scrollt man locker über den Bildschirm (linker Analog-Stick), öffnet im Nu die Stilbibliothek (L3) und wechselt ohne Umschweife in den Arranger (R1). Der Preis: ca. 60 Euro.


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