Viel Feind, viel Ehr'
Zugegeben, sie verlieren selten, die Bayern. Es ist also sicher zum guten Teil nichts als Neid, der so viele nichtbajuwarische Fußballfans in einer tiefen...
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| www.antibayern.de |
Zugegeben, sie verlieren selten, die Bayern. Es ist also sicher zum guten Teil nichts als Neid, der so viele nichtbajuwarische Fußballfans in einer tiefen Abneigung gegen die Münchner Kicker vereint. Was heißt Abneigung: blanker Hass schlägt dem Hoeneß-Club in fremden Stadien entgegen - fortwährend aufs Neue geschürt von sportlichen Großtaten wie jenem 1:1 am 19. Mai 2001, das dem Wort "Ungerechtigkeit" eine neue Definition gab und Fußball-Deutschland erstmals zwei Meister bescherte: einen "Meister der Herzen" und einen "Last-Minute-Meister". "Viel Feind, viel Ehr", werden die Bayern-Fans solche Auseinandersetzungen mit ihrem Verein gelassen nehmen. Wer kein Bayern-Fan ist, der ist in der Regel eben das genaue Gegenteil, und der wird im Internet unter www.antibayern.de glücklich gemacht. Auf diesem großen, sehr professionell aufgemachten Portal wird gegen die Bayern gehetzt, was das Zeug hält. Balsam, zum Beispiel für alle noch immer Albtraum gepeinigten Schalke-Fans, dürften die zahllosen Rückblicke und Statistiken sein, die daran erinnern, dass auch ein FC Bayern nicht immer Glück hat. 800 Niederlagen seit der Vereinsgründung, die höchste (0:7 zu Hause 1976/77) ausgerechnet gegen Schalke - das hilft bei der Frustbewältigung! Besonders die vielen Downloads - wie das nach dem 2:1 von Barcelona feiernde ManU-Team als Bildschirmschoner sowie Spott- und Hass-Sprechchöre und allerlei verbale Fehltritte der Bayern-Aktiven als Audio-Dateien - machen die Seite zum berauschenden Heimspiel für alle Nicht-Bayern-Fans. Da muss man aber auch eingestehen: So gerne man diesen Bayern die Lederhosen ausziehen will, missen möchte man ihn nicht, den FC Hollywood. Schließlich gibt es keinen Verein, der für mehr unfreiwillige Komik sorgt. Wir sagen nur: "Struuuunz, was erlauben Struuuunz!" Danke, Bayern!
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