21/02 Föhn, Folklore und die Frauenkirche
Wenn die Münchner über ihre eigene Stadt reden, klingt das fast ein bisschen zärtlich. "Weltstadt mit Herz", "Isarmetropole" oder auch "Nördlichste Stadt Italiens" nennen sie ihre Heimstätte, reden auch in der Ferne gerne über den Englischen Garten, Schwabing, das Hofbräuhaus und dieses unvergleichbare Lebensgefühl, gerne auch als "Flair" bezeichnet. Auch Touristen lieben die bayerische Landeshauptstadt - freilich vor allem wegen ihrer Folklore. Dass der Reiz Münchens aber aus weit mehr als nur Trachtenjankern, dem Oktoberfest und dem Viktualienmarkt besteht, zeigt ein virtueller Streifzug im Internet.
Wer so etwas wagt, sollte einigermaßen orientiert sein - und so beginnen wir mit einer Karte der Münchner Innenstadt. Die gibt's bei jedem Stadtplandienst, aber auch unter www.bavaria.com/munichmap_ge.html. Der Vorteil: Unwichtiges wurde weggelassen, die Sehenswürdigkeiten dafür markiert. Die wichtigsten Einkaufsmeilen der Innenstadt, Kaufinger- und Neuhauserstraße, sind ebenfalls eingezeichnet - sollen hier aber nur am Rande behandelt werden.
 |
| www.munich-info.de |
Denn statt in den "H & M" geht's zunächst in die Frauenkirche (www.munich-info.de/portrait/p_frauenkirche_de.html), das dominierende Gebäude der Münchner Altstadt. Die Website liefert übrigens massig Links zu anderen Sehenswürdigkeiten, aber auch zu Unterkünften, Gastronomie, dem öffentlichen Nahverkehr und dem Wetter.
Das ist in München zwar meist besser als im Rest des Landes, aber etwas gewöhnungsbedürftig: Dank der Nähe zu den Alpen herrscht etwa an 20 Tagen des Jahres Föhn. Gute Informationen über dieses Wetterphänomen, das sich durch Sonnenschein, ungewöhnlich warme Luft und oft starken Wind bemerkbar macht, bietet die Seite www.sfdrs.ch/sendungen/meteo/lexikon/foehn.html. Wetterfühligen Zeitgenossen nützt das freilich wenig - sie haben schlicht und einfach Kopfschmerzen.
 |
| www.biergarten.com |
Da hilft Bewegung im Freien - in München vorzugsweise im Englischen Garten. Grundinformationen liefert mal wieder www.munich-info.de - Ideen für die Brotzeit hinterher finden sich ebenfalls im Netz. www.biergarten.com listet über 80 Ausflugslokale rund um München auf, liefert aber auch Hintergrundinformationen und ein Forum, in dem über Biergärten an sich, aber auch völlig andere Themen diskutiert werden kann. Unter www.hirschgarten.de und www.chinesischer-turm.de finden sich übrigens auch die beiden größten Biergärten der Stadt im Internet!
 |
| www.chinesischer-turm.de |
Jeder München-Besucher sollte darüber hinaus einmal im Deutschen Museum (www.deutsches-museum.de) vorbeischauen. Auf einer Insel mitten in der Isar gründete vor beinahe 100 Jahren ein Verein ein Museum für Naturkunde und Technik, das noch heute zu den größten, aber auch den schönsten der ganzen Welt gehört. Der Vorteil eines Besuchs im Netz liegt auf der Hand: Er kostet nichts. Die Nachteile werden aber auch rasch offensichtlich: Es ist zwar eine unglaubliche Fülle an Informationen, die da im Netz geboten ist, aber Knöpfchen drücken, Platzangst im dunklen Kohlebau-Stollen bekommen, oder - natürlich streng verboten - gaaaanz kurz über den Kotflügel eines alten Ford Model T streicheln - das geht eben nur in der Realität. Ein Glück, dass Anschrift und Öffnungszeiten im Netz vermerkt sind!
 |
| www.kunstpark.de |
Auch abends bietet München so einiges. Eine der Adressen, die bei Touristen in München am beliebtesten ist, ist der Kunstpark Ost. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kartoffelbreifabrik tummeln sich über 35 Bars und Kneipen - da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Unter www.kunstpark.de finden sich Informationen zu allen Lokalen und zum Programm - in den Konzerthallen im Münchner Osten finden fast jeden Abend Top-Events statt.