SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 22/03/2002

Highlife zwischen Grachten und Coffeeshops

Da kann sich das niederländische Fremdenverkehrsbüro noch so anstrengen: Hollands Metropole Amsterdam hat ihren Ruf als Kifferparadies weg. "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" - die alten Hippie-Wunschträume, hier scheinen sie zum Greifen nah.

Da kann sich das niederländische Fremdenverkehrsbüro noch so anstrengen: Hollands Metropole Amsterdam hat ihren Ruf als Kifferparadies weg. "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" - die alten Hippie-Wunschträume, hier scheinen sie zum Greifen nah. Vor allem junge Leute machen sich deshalb in Scharen auf, um in dem trotz aller Weltläufigkeit überschaubar gebliebenen Millionendorf ein paar Tage richtig abzufeiern. Doch aufgemerkt! Die Grachtenstadt hat mehr zu bieten als nur Coffeeshops und eine weltbekannte "sündige" Partymeile: beispielsweise eine rege Kunstszene und einige lauschige, höchst romantische Ecken. Wer jetzt neugierig geworden ist und das "Venedig des Nordens" abseits gängiger Klischees kennen lernen möchte, der sollte sich ins Internet einklicken, um auf virtuelle Erkundungstour zu gehen. Es lohnt sich!

Es ist schon ein Jammer, wenn man als Tourist seine spärlich bemessene Zeit im Delirium verbringt. Hin- und hergerissen zwischen Haschisch-Trip und Cannabis-Flash, übersieht man so vielleicht die vielen Schönheiten, die einem in Amsterdam geradezu auf dem Silbertablett präsentiert werden. Nein, die berühmt-berüchtigten blonden "Meisjes" sind diesmal nicht gemeint. Die Rede ist vom optisch durchaus ansprechenden Stadtbild, das der Tourist am besten per pedes oder mit dem überall zu mietenden Holland-Rad erkundet.

www.channels.nl
Virtuell geht's natürlich auch. Zur Einstimmung empfiehlt sich für alle Fußkranken und notorischen Couch-Potatoes ein Klick auf www.channels.nl. Auf dieser Seite, die wie alle folgenden auch auf deutsch oder zumindest englisch verfügbar ist, gibt es eine gratis Stadtführung durch das Amsterdamer Zentrum. Der User hat dabei mehrere Navigationsmöglichkeiten. So kann er sich entweder per Zufallsprinzip von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit bewegen, wobei ein Stadtplan auf der rechten Seite des Bildschirms gute Dienste leistet, oder er kann das Zentrum systematisch mit dem Taxi oder sogar mit der U-Bahn abfahren. Wie immer man sich auch entscheidet: Hunderte von Fotos und weiterführende Links zu historischen Gebäuden oder bekannten Attraktionen sorgen jedenfalls für eine gelungene Einstimmung auf das spezielle Flair der Tulpen-Metropole.

www.visitamsterdam.nl
Für all diejenigen, die nun auf den Geschmack gekommen sind und die virtuelle Tour im "Real Life" fortsetzen wollen, stellt sich zunächst einmal die Frage nach der passenden Unterkunft. Bei www.visitamsterdam.nl kann man ganz gezielt nach der jeweiligen Wunsch-Herberge suchen. Ob preiswerte Betten-Burg, Luxus-Hotel oder Designer-Absteige: Man fülle einfach das detaillierte Suchformular aus, und in wenigen Sekunden erscheint eine Liste aller in Frage kommenden Hotels, die in der Regel auch gleich online gebucht werden können.

Wenn in Sachen Nachtruhe alles geregelt ist, kann man sich gleich viel entspannter ins bunte Treiben auf Amsterdams Straßen stürzen. Allerdings ist Vorsicht geboten. Die holländische Hauptstadt gilt als das Mekka der Taschendiebe. Um Langfingern erst gar keine Chance zu geben, sollte man - erstens - seine Wertsachen gut im Auge behalten und - zweitens - dem Gewühl der Menschenmassen möglichst ganz entgehen. Ein absoluter Geheimtipp sind die Amsterdamer Museen, die das Herz eines jeden Kulturinteressierten höher schlagen lassen. Doch auch Menschen, die sonst einen großen Bogen um alles machen, was auch nur entfernt mit Kunst zu tun hat, sollten den weltberühmten Musentempeln zumindest einen Kurzbesuch abstatten.

www.rijksmuseum.nl
Ganz oben auf der Liste steht natürlich das Rijksmuseum (www.rijksmuseum.nl). Hier finden sich die bekanntesten Meisterwerke der niederländischen Malerei. Herzstück der Sammlung sind die Gemälde von Vermeer, Frans Hals und - natürlich - Rembrandt. Seine "Nachtwache" - der strahlende Höhepunkt eines jeden Museumsrundgangs - ist allerdings meist von Menschentrauben umlagert. Wer es ein bisschen ruhiger mag und mehr über den großen, in Amsterdam gestorbenen, Künstler erfahren möchte, der ist im Rembrandthaus (www.rembrandthuis.nl) an der richtigen Adresse. Die Bilder eines anderen großen holländischen Malers kann man im Van Gogh-Museum (www.vangoghmuseum.nl) bestaunen. Auf der Homepage des Museums gibt es sogar alle dort ausgestellten Werke samt Erklärungen zu bewundern.

So viel Kultur macht entweder müde oder Lust auf Abwechslung. In Amsterdam befindet man sich immerhin in der absoluten Feiermetropole Europas. Eine gigantische Kneipen-Szene und eine nicht mehr zu überblickende Anzahl von Diskotheken machen es dem Besucher nicht gerade einfach, die jeweils "richtige" Location herauszufiltern.

www.korsakoff.nl
Drei Clubs sollten bei jedem Nachtschwärmer allerdings auf jeden Fall miteingeplant werden: Schon ein Klassiker ist mittlerweile das "Sinners" (www.sinners.nl), eine trendy Szene-Disco mit Designer-Sofas, haufenweise Spiegeln für die notorisch eitlen Party-Luder und drei Tanzflächen, auf denen der Besucher mit Techno, HipHop, House oder Electro-Beats beschallt wird. Das alternative Kontrastprogramm dazu gibt's im "Korsakoff" (www.korsakoff.nl), einem düsteren Gothic-Schuppen, in dem das Stammpublikum mit reichlich Metall in Form von Piercings behängt ist. Wer dagegegen der gleichgeschlechtlichen Liebe frönt, der ist im "iT" bestens aufgehoben. Ein Blick auf die Homepage des Clubs (www.it.nl) zeigt, wo in Amsterdam die wohl bestaussehendsten Gays abfeiern. Schrilles Partyvolk, Drag-Queens und verirrte Touristen tanzen hier zu Ibiza-House, bis Frau Antje aus den Holzpantoffeln kippt.

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