SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 19/02/2002

Moro No Brasil

Mika Kaurismäki entdeckt in diesem dokumentarischen Roadmovie die Vielfalt der brasilianischen Musik.

Genre: Dokumentarfilm
Start: 21.02.


R: Mika Kaurismäki, D: Walter Alfaiate, Velha Guarda da Mangueira, Margareth Menezes u.a.

Margareth Menezes kennt in Brasilien jeder. In Deutschland wird sie nun von Regisseur Mika Kaurismäki in seinem Film vorgestellt. Bild von: Movienet
Inhalt: Seine Freunde erklärten Mika Kaurismäki für verrückt. Wer hätte sonst in der Blütezeit der Rockmusik eine Deep Purple-Platte für einen brasilianischen Sampler hergegeben? Doch ohne diesen Tausch wäre wahrscheinlich dieser Film über die musikalische Vielfalt des Landes nie zustande gekommen. Dafür reiste der Finne mit der Kamera 4.000 Kilometer durch das Land, in dem er sich seit zehn Jahren wie zu Hause fühlt. Er trifft Musiker, Sänger und Tänzer und zeigt Musikstile, die indianischen, afrikanischen und europäischen Einflüsse folgen - jenseits vom bekannten Samba oder Bossa.

Hintergrund: Kaurismäki beobachtet, wie Menschen von der Straße oder lokale Berühmtheiten mit der ursprünglichen Musik leben und davon geprägt werden. Dabei lässt er sie für sich sprechen: Durch ihre Erzählungen, ihre Musik und Liedtexte, die sich durch Untertitel erschließen, öffnet sich ein exotisches Universum.

Kritik: "Moro No Brasil" ("Ich lebe in Brasilien") gibt neben der Entdeckung einer oft sehr fremdartig anmutenden Musik auch einen spannenden Einblick in das heutige Leben der ärmeren Brasilianer. Kluge Analysen der eigenen Situation ergänzen sich mit Lebensfreude und dem hartnäckigen Behaupten gegen den Musikimperialismus zu einem Film mit Herz und Verstand.

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