Kate & Leopold
Unbeschwertes für Verliebte: Meg Ryans Rückkehr auf gewohntes Terrain beschert vor allem jungen Paaren lustige Kurzweil vor der Kinoleinwand.
V: Fox, USA 2001
R: James Mangold, D: Meg Ryan, Hugh Jackman, Liev Schreiber u.a.
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| Bild von: Fox |
Lange war sie nicht auf unseren Leinwänden zu sehen. Meg Ryan ließ es ruhiger angehen. Ihr letzter Film war das durchschnittliche Entführungsabenteuer "Lebenszeichen - Proof of Life". Ob es am Misserfolg des Dramas mit Russell Crowe als ihr Film- und Drehpausenpartner lag, dass sich Meg Ryan nun wieder ihrem gewohnten Terrain zuwendet, bleibt fraglich. Doch der Kinogänger kann sich freuen: Endlich wieder eine Meg Ryan in einer harmlos-frechen Dating-Romanze namens "Kate & Leopold".
Doch selbst Fans müssen mindestens ein Auge zudrücken, um ihre mal wieder bezaubernd verspielte Meg im alten Licht erstrahlen zu lassen. Die Geschichte, die Regisseur James Mangold als Komödien-Debütant um ihren Leib herumschneidern wollte, wirkt doch arg albern.
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| Bild von: Fox |
Ein englischer Edelmann von 1876 mit Taschenuhr und sechsteiligem Namen wird durch den genialen Einfall seines Ururenkels Stuart (angenehm fröhlich: Liev Schreiber) in die Gegenwart katapultiert, wo er sich flugs in eine makellose und von Meg Ryan hinreichend ambitioniert dargestellte Karrierefrau verliebt. Da trifft die Klamauk-Komik der französischen "Zeitritter" auf Romantismen aus "Harry und Sally".
Leopold heißt der unfreiwillig zum Glück verdammte Unglücksmensch, der sich bei seiner Reise durch die Zeit mit allerhand Unbekanntem konfrontiert sieht. Da erhellen sich auf fragwürdige Weise urplötzlich ganze Räume, Weißbrot kann mit magischen Maschinen beidseitig geröstet werden. Komisch ist das alles kaum, aber charmant. Schließlich spielt der australische Shootingstar Hugh Jackman (bekannt aus "X-Men") den konsternierten Besser-Mann. Ein neues Traumpaar scheint geschaffen, denn der rehäugige Blondschopf Ryan passt augenscheinlich zum breitschultrigen Jackman aus Down Under.
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| Bild von: Fox |
Nicht mehr als putzig ist es, wenn sich die Businessfrau Kate mehr und mehr in den antiquierten Charmebolzen verliebt. Bisher hat die Frau von heute nur Enttäuschungen mit Beziehungen erlebt. Und dann wird ihr ein Mann vorgestellt, zumal von ihrem zum Verlierer gestempelten Ex-Freund Stuart, der neben Bildung, Ritterlichkeit und romantischer Ader auch viel gutes Aussehen mitbringt. Achtet man nur auf diese nette Liebesgeschichte, verbleibt ein guter Nachgeschmack. Es sei aber davor gewarnt, sich vor den etlichen Handlungssträngen à la "Zurück in die Zukunft" verwirren zu lassen.
Charmante Darsteller in einem sonnig-frischen New York, das einen solch unbeschwerten Blick nach einem halben Jahr seit der Katastrophe vom 11. September bitter nötig hat, sorgen für einen erfrischenden Frühlingsfilm, der gerade im Mai jung Verliebte amüsieren dürfte. Allein stört das vorgestrige Männerbild, das einige Fragen nach der Modernität von männlicher Attraktivität aufwirft.
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