| SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 08/04/2002 | ||||
Im Zeichen der LibelleSpannende Umsetzung eines schwierigen Themas: Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Costner spielt einen Arzt, Dr. Joe Darrow, der täglich mit dem Tod konfrontiert wird und zerbricht, als seine große Liebe und Ehefrau Emily (intensiv: Susanna Thompson) bei einem humanitären Einsatz im südamerikanischen Urwald stirbt. "Im Zeichen der Libelle" könnte ein einfaches Drama sein, das seine Zuschauer mit der Trauer Darrows konfrontiert und seinen Leidensweg auf der Suche nach innerem Frieden nachzeichnet. Doch bricht die Handlung mit dieser tränengeschwängerten Alternative und nimmt den Lauf eines übersinnlichen Schockers, der dem Kinopublikum den Schrecken auf leisen Sohlen bringt. Um dem Willen seiner Frau zu folgen, besucht Darrow todgeweihte Kinder, die von Emily behandelt wurden. Ein kleiner Junge, der schon mehrmals nur knapp dem Tod entronnen war, hat im Beisein Darrows ein so genanntes "Near Death"-Erlebnis, wobei er für einen kurzen Moment mit der Stimme Emilys spricht. Immer mehr Hinweise sammeln sich, dass sie mit ihrem Mann Joe aus der Schattenwelt Kontakt aufnehmen will. Doch die Umwelt reagiert mit Unverständnis, was den verzweifelten Arzt nicht davon abhält, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nach Venezuela aufzubrechen, um an der Unglücksstelle zu einer Antwort zu gelangen.
Selten gelang die Verfilmung eines derart komplizierten Themas so mitreißend und gruselig, ohne tumb und effektgeladen daherzukommen. Zusätzlich werden glaubhaft die modernen Ängste und Nöte der Menschen beschrieben. Kevin Costner brilliert wieder einmal mit seinem gewissenhaften Spiel. Demnächst wird er als Elvis-kostümierter Bankräuber in der actiongeladenen Komödie "3000 Miles to Graceland" zu sehen sein. Übrigens kein Erfolg: In den USA floppte der Film gnadenlos. |
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