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31/01 Im Fadenkreuz - Allein gegen alle **___

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Amerika hat seine Action- und Kriegsfilme wieder. Die Enthaltsamkeit nach den letzten Wochen währte nicht lange. Owen Wilson spielt die Hauptrolle in 'Im Fadenkreuz - Allein gegen alle'. Bild von: Fox

Der Frieden im Kino währte nicht lange. Gebannt wartete die USA bereits vor wenigen Wochen auf "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle", den ersten Kriegsfilm während des Krieges. Wer ihn gesehen hat, könnte wohl fragen: Was ist das für ein Land, das ein solch übertrieben patriotisches Machwerk in diesen Tagen braucht? Aber pauschale Verurteilungen sind nicht angebracht. Auch in den US-Kinos schüttelten einige Besucher den Kopf.

Wer "Rambo 3" kennt, weiß grob, was ihn hier erwartet. Mit einem wesentlichen Unterschied: Während John Rambo selbst bei seinen schlechtesten Auftritten immer als Einzelkämpfer unterwegs ist, beschreibt "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle" die Fähigkeiten eines ganzen Landes. Dass dabei verbohrte, blockierende Vorgesetzte vorgeführt werden, ist Mittel zum Zweck und keineswegs mutige Kritik. Es gilt, den einzelnen Soldaten zu ehren und mit ihm seine Kameraden, die für ihn zu kämpfen bereit sind.

Der US-Kampfpilot Chris Burnett (Owen Wilson) ist hinter die feindlichen Linien geraten. Bild von: Fox

Der Einzelne, das ist der Kampfpilot Chris Burnett (Owen Wilson), der gemeinsam mit seinem Partner Michael Stackhouse (Gabriel Macht) Mitte der 90er-Jahre auf einem Erkundungsflug über gefährlichem Territorium in Bosnien-Herzegowina ist. Die NATO hat den Auftrag, die verfeindeten Parteien des Bürgerkriegs zu kontrollieren. Dass die US-Soldaten lediglich beobachten, aber nicht eingreifen dürfen, belastete sie schwer, macht das Drehbuch von David Veloz und Zak Penn deutlich. Kein schlechter Ideenansatz eigentlich, der jedoch sogleich wieder vollends in Vergessenheit gerät. Denn der Truppen-Kommandant Lokar (Olek Krupa), der den bösesten aller bösen Klischees folgt, befiehlt, die Piloten abzuschießen, was auch gelingt. Stackhouse wird umgehend hingerichtet, Burnett gelingt die Flucht.

"Im Fadenkreuz" wird nun vor allem ein schlichter Kriegsactionfilm. Der Soldat ist auf der Flucht, das halbe Bürgerkriegsland ist hinter ihm her. Solide, wenngleich nicht sonderlich einfallsreich, sind die Actionszenen gestaltet. Burnett rennt durch eine Reihe von Minen, die brav knapp hinter ihm explodieren und bringt sich auch sonst stets auf aufwändige Weise aus schwierigen Situationen.

Admiral Reigart (Gene Hackman) wird von Piquet (Joaquim de Almeida, rechts) unter Druck gesetzt. Bild von: Fox

Dass "Im Fadenkreuz" als Polit-Thriller bezeichnet wird, liegt an der Begleitgeschichte: Admiral Reigart (Gene Hackman) ist der direkte Vorgesetzte des Soldaten hinter den feindlichen Linien, offensichtlich ein schwerer Verfechter von Recht und Ordnung. Bis es darum geht, den Mann dort herauszuholen und Reigart dabei auf Widerstände stößt. Denn die Flugroute war illegal, die andere Seite betont, der Abschuss sei nicht durch die Armee erfolgt. Was bedeutet: Die USA darf offiziell nicht eingreifen. Aber das ist, wie erwähnt, nur eine dürftige und nicht näher ausformulierte Handlung.

Chris Burnett (Owen Wilson) will sich noch um den verletzten Stackhouse (Gabriel Macht) kümmern. Doch um dessen Überlebenschancen steht es eher schlecht. Bild von: Fox

Dass "Im Fadenkreuz" zumindest außerhalb Amerikas bald aus dem Blickfeld geraten wird, liegt vor allem daran, dass Regie-Neuling John Moore die Charaktere völlig undifferenziert schildert. Es gibt die Guten, es gibt die Bösen. Zwischendrin ist nichts, und die Darsteller erhalten - gefangen hinter den feindlichen Linien des Drehbuchs - so gut wie keinen Raum, sich zu entfalten. Selbst das schauspielerische Potenzial eines Gene Hackman wird bei weitem nicht ausgenutzt. Und Owen Wilson bleibt als einsamer Soldat noch weit farbloser als die karge Umgebung, die ihn meist umgibt.


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»www.imfadenkreuz-derfilm.de

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