Das weiße Rauschen
Ein nicht enden wollender Drogentrip entpuppt sich als Psychose und verändert das Leben eines jungen Mannes von Grund auf.
Genre: Drama Start: 31.01.
R: Hans Weingartner, Toby Amann, D: Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Katharina Schüttler u.a.
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| Die Suche nach sich selbst endet für Lukas (Daniel Brühl) in der Einsamkeit. Bild von: X Verleih |
Inhalt: Das Großstadtleben lockt das Landei Lukas (Daniel Brühl) nach Köln. Zur Einstimmung auf die neue Freiheit lädt ihn ein WG-Mitbewohner seiner Schwester Kati (Anabelle Lachatte) zum Kiffen ein, danach ziehen sie durch Bars und Discotheken. Doch bei Lukas will der Trip kein Ende nehmen. Er wird von Wahnvorstellungen und Halluzinationen gequält und verliert zunehmend den Bezug zur Realität. Lukas hört Stimmen, die ihn beschimpfen und fühlt sich verfolgt. Schließlich landet er in der Psychiatrie. Die Diagnose: "Schizophrenie, Heilung ist möglich". Trotz Entlassung aus der Klinik ist aber der Trip in den Wahnsinn noch lange nicht zu Ende. "Such' das weiße Rauschen. Nur im weißen Rauschen wirst du Frieden finden", flüstern die Stimmen. Und Lukas schließt sich ein paar Hippies an und fährt mit ihnen nach Spanien.
Hintergrund: Bei seiner Abschlussarbeit der Kunsthochschule für Medien in Köln nahm Hans Weingartner die Dinge zu großen Teilen selbst in die Hand: Er führte Regie, schrieb das Drehbuch und filmte mit der Digital-Video-Kamera (DV): "Ich kann jedem Regisseur empfehlen, zumindest einmal im Leben auf DV zu drehen. Man lernt dabei, mit geringen Mitteln eine Geschichte zu erzählen. Ohne den ganzen Schnickschnack der Filmtechnik."
Kritik: Die im Dogma-Stil geschossenen Bilder vermitteln eine große Nähe zum Hauptdarsteller, der den ansonsten dramaturgischen schwachen und improvisiert wirkenden Film mit seiner starken Persönlichkeit trägt.
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