| SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 08/04/2002 | ||||
ShowtimeBemühte Actionkomödie mit einem ungleichen Paar, bei dem die (komische) Chemie nicht stimmt.
Jackie Chan würde nur müde lächeln. Dabei hat der Regisseur Tom Dey nach seinem albernen Klamauk-Debüt "Shanghai-Noon" seinen zweiten Versuch im Stil von Jackie Chan-Komödien gedreht. Vielleicht lag das am Erfolg von "Rush Hour 2", einer dieser klassischen Buddycop-Streifen, in denen sich zwei ungleiche Polizisten pointenreiche Possen an den Kopf werfen. Doch so namhaft die Besetzung, so enttäuschend das Ergebnis.
Nach "Reine Nervensache" und "Meine Braut, ihr Vater und ich" ist Robert De Niro nun in seiner dritten komödiantischen Rolle zu sehen. Neben dem dauerpalavernden Eddie Murphy als egozentrischem Aufsteiger-Cop bleibt der Altmime aber etwas blass. Man nimmt ihm zwar den neunmalklugen Miesepeter ab, doch angesichts des Witzemachers Murphy bremst die mundfaule Ausrichtung seiner Rolle die Entfaltung einer spaßigen Atmosphäre allzu sehr. Komik blitzt zwischen den beiden ungleichen Charakteren nur selten auf, dafür umso mehr langweiliges Unverständnis. Pointen erweisen sich als Rohrkrepierer. Auch William Shatner (der Captain Kirk von der "Enterprise") als TV-Regisseur und Rene Russo als toughe Reporterin sind in einer Komödie zu sehen, die kein Klischee des Genres auslässt: Verschiedene Hautfarben sollen auch heute noch Grund genug sein, um die Lachmuskeln zu stimulieren, und natürlich sind beide grundsätzlich verschiedene Persönlichkeiten, die sich um nichts auf der Welt einigen können, und der Kriminelle kommt wie so oft aus Osteuropa. Neben rasanten Autoverfolgungsjagden und wilden Schussgefechten ist auch der Ansatz einer leichten Mediensatire zu erkennen. Doch, was wenig verwundert: Auch die Kritik an Reality-Soaps bietet nichts Neues - schon gar nicht, wenn sie so ungelenk und linkisch daherkommt wie in "Showtime". |
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