SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 06/02/2002

Paragraph 175

Die letzten überlebenden homosexuellen KZ-Häftlinge erzählen zwei Oscar-prämierten Dokumentarfilmern ihre Geschichte.

Genre: Dokumentarfilm
Start: 07.02.


R: Robert Epstein, Jeffrey Friedman

Pfadfinder in den 20er-Jahren. Ausgelassen und offen - bis die Nazis kamen. Bild von: Salzgeber
Inhalt: 1920 war das Leben in Berlin noch ein "Cabaret". Homosexuelle Frauen und Männern lebten relativ offen nach ihren Neigungen. Doch mit den Nazis veränderte sich alles. 100.000 Männer wurden unter Berufung des hart ausgelegten Paragraphen 175 aus dem Jahr 1871 in Konzentrationslager gebracht. Fünf Überlebende berichten in dieser Doku von ihrer Erniedrigung, ihrem Schmerz und ihrem Überlebenskampf.

Hintergrund: Nach dem mit einem Oscar ausgezeichneten "The Times of Harvey Milk" arbeitete das Duo Robert Epstein und Jeffrey Friedman wieder an einer preiswürdigen Doku. Im vielleicht letzten unerzählten Kapitel der Naziherrschaft, der Internierung homosexueller Männer, wird auch vielen in der Gay-Community, besonders in den USA, die Bedeutung des "Rosa Winkels" erklärt. Er wurde eingeführt, um im KZ die schwulen Gefangenen kenntlich zu machen.

Kritik: Dank der Zeitzeugen entstand mit "Paragraph 175" ein ehrlicher und bewegender Film, der dem Publikum auf lyrische Art und Weise komplexe Lebensläufe näher bringt. Aus dem Off kommentiert übrigens Schauspieler Rupert Everett.

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