| SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 06/05/2002 | ||||||
HardballSchon wieder ein Sportfilm mit Keanu Reeves. Höchste Zeit für eine Rückkehr in die "Matrix".
Es ist allerdings eine Produktion, bei der manches übersehen werden sollte, um sie zu mögen. Die Jungs, die trainiert werden sollen, sind ein liebenswert bunter Haufen, voll mit Launen und Wut, aber natürlich mit einer zarten Seele unter der harten Schutzkleidung. Betreut werden sie von Keanu Reeves. Der Schauspieler, der vor zehn Jahren in einem Atemzug mit Brad Pitt und Johnny Depp genannt wurde, hat inzwischen nachhaltig bewiesen, dass er in der Starriege nichts verloren hat.
Irritierend ist auch die Zusammenstellung der verschiedenen Filmelemente. Ein ständiges Wechselbad der Szenarien teilt "Hardball" in zwei Hälften: dunkle Spelunken, Geschäftspartner, die Schlägertrupps schicken auf der einen Seite; auf der anderen turnen schwarze Schulkinder mit weißen Stirnbändern und viel zu großen Jacken, Hosen und Rucksäcken über den Sportplatz. Brutale Gewaltszenen und niedliche Freundschaften kleiner Buben, die kaum über eine Schulbank schauen können, stehen sich kaum verbunden gegenüber.
Das Drehbuch ist prall gefüllt, und der Film wird straff erzählt. O'Neill lernt, dass Verantwortung bedeutet, noch mehr Fehler zu machen. Fehler, die das Leben anderer ruinieren können. Er wächst zusehends an seinem Team, das von einer attraktiven Lehrerin (Diane Lane) unterrichtet wird. Selbstredend ist die Entwicklung vorhersehbar, auch wenn es die eine oder andere unerwartete Wendung gibt. Man schleicht meist angenehm unprätentiös am Pathos vorbei. Die kleinen, durchweg beeindruckenden Schauspieler zelebrieren das Prinzip Hoffnung und krabbeln elegant am einzigen Strohhalm, den sie entdecken können, der Sonne entgegen. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen, auch weil die Choreografen mit schicken Sportbildern für ein akzeptables Erscheinungsbild sorgen. |
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