SiSA - Das Event-Port für Augsburg : 08/02/2002

Roman Polanskis "Rosemaries Baby"

Am Sonntag gibts statt Frühstück einen der besten Psychohorror-Grusel-Streifen überhaupt.
Rosemaries Baby

Roman Polanski ist schon vor "Rosemaries Baby" durch (noch in schwarz-weiß gedrehten) exzellenten Psychohorror, wie "Ekel" und "Der Mieter" bekannt geworden. "Rosemaries Baby" kam dann 1969 bunt daher und wirkt daher zwar nicht mehr so beklemmend wie seine Vorgänger, dafür aber umso realistischer.
Die junge Rosemarie (Mia Farrow) bezieht mit ihrem Mann, einem erfolglosen Schauspieler, eine neue Wohnung in einem großen Altbau inmitten der Großstadt. In der Wohnung neben ihnen wohnt ein älteres, kauziges Ehepaar mit einem offensichtlichen Hang zum Okkultismus, das auch prompt sofort bei ihren neuen Nachbarn auf der Matte steht, um die jungen Leute aufs rührendste und mehr oder weniger sinnvoll zu umsorgen.
Die Bekannt- und Nachbarschaft währt noch nicht lange, da stürzt sich die in der Wohnung der beiden Alten lebende junge Frau aus dem Fenster, allerdings nicht ohne vorher Rosemarie gegenüber Andeutungen bezüglich der seltsamen Lebensweise und der Vorliebe für magische Symbole und übelriechende Kräutern ihrer Herbergseltern zu machen. Rosemarie kann der Fürsorge ihrer Nachbarn kaum noch entrinnen, zumal der Herr Gemahl darauf besteht, die alten Herrschaften nicht durch das Abweisen der angebotenen Speisen und Hilfe zu beleidigen.
Doch dann wird sie schwanger, ihr Mann kann als Ersatz für einen plötzlich erblindeten Kollegen eine heißersehnte Rolle übernehmen und dadurch hat auch ihr finanzielles Problem langsam ein Ende. Das neue Glück weicht aber schnell einem immer stärker werdenden Mißtrauen. Denn nicht nur, daß sie sich an den Zeugungsakt in der fraglichen Nacht nicht mehr erinnern kann, fallen ihr außerdem nach und nach Merkwürdigkeiten auf, die nur noch einen Schluß zulassen: Die netten Nachbarn sind Satansjünger, haben ihrem Mann durch das Versprechen beruflichen Erfolgs auf ihre Seite gezogen und der Vater des Kindes dürfte niemand anderes als der Satan höchstpersönlich sein.

Es lohnt diesen Film anzusehen, auch wenn man dafür Sonntagmorgen etwas früher aus dem Bett muß. Bereits um 11.00 Uhr beginnt die Vorstellung am 10.02.02 im (passenderweise) Mephisto.

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