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08/04 Showtime **___
Bild von: Warner

Feuer, Autocrashs, Schießereien und Stunts bis zum Abwinken verspricht das Actionfeuerwerk "Showtime". Eddie Murphy und Robert De Niro, ein selten ungleiches Kinopaar, witzeln zusammen um die Wette und mischen einen Automatikwaffen-Narr auf. Die flinken Gags und feurigen Bilder wollen aber nicht richtig zünden und hinterlassen am Ende neben einem verwüsteten Schlachtfeld auch einen desolaten Eindruck beim Publikum.

Jackie Chan würde nur müde lächeln. Dabei hat der Regisseur Tom Dey nach seinem albernen Klamauk-Debüt "Shanghai-Noon" seinen zweiten Versuch im Stil von Jackie Chan-Komödien gedreht. Vielleicht lag das am Erfolg von "Rush Hour 2", einer dieser klassischen Buddycop-Streifen, in denen sich zwei ungleiche Polizisten pointenreiche Possen an den Kopf werfen. Doch so namhaft die Besetzung, so enttäuschend das Ergebnis.

Bild von: Warner

Der humorlose Detective Mitch Preston (De Niro) aus Los Angeles ist ungeduldig und verliert nur wenig Worte, um sein Ziel zu erreichen. Officer Trey Sellars (Murphy) ist nur zur Polizei gegangen, weil er als Schauspieler keinen Erfolg hatte. Der vermasselt Preston eine groß angelegte Undercover-Mission, was zum Ärger Prestons auch noch von einem Fernsehteam gefilmt wird. Kurzerhand zerschießt er deren Kamera und wird daraufhin verdonnert, in einer Reality-Show mitzuspielen - zusammen mit dem verhassten Sellars. Für De Niros Figur bedeutet das einen Höllentrip, für die von Murphy einen Traum, der in Erfüllung geht.

Nach "Reine Nervensache" und "Meine Braut, ihr Vater und ich" ist Robert De Niro nun in seiner dritten komödiantischen Rolle zu sehen. Neben dem dauerpalavernden Eddie Murphy als egozentrischem Aufsteiger-Cop bleibt der Altmime aber etwas blass. Man nimmt ihm zwar den neunmalklugen Miesepeter ab, doch angesichts des Witzemachers Murphy bremst die mundfaule Ausrichtung seiner Rolle die Entfaltung einer spaßigen Atmosphäre allzu sehr. Komik blitzt zwischen den beiden ungleichen Charakteren nur selten auf, dafür umso mehr langweiliges Unverständnis. Pointen erweisen sich als Rohrkrepierer. Auch William Shatner (der Captain Kirk von der "Enterprise") als TV-Regisseur und Rene Russo als toughe Reporterin sind in einer Komödie zu sehen, die kein Klischee des Genres auslässt: Verschiedene Hautfarben sollen auch heute noch Grund genug sein, um die Lachmuskeln zu stimulieren, und natürlich sind beide grundsätzlich verschiedene Persönlichkeiten, die sich um nichts auf der Welt einigen können, und der Kriminelle kommt wie so oft aus Osteuropa. Neben rasanten Autoverfolgungsjagden und wilden Schussgefechten ist auch der Ansatz einer leichten Mediensatire zu erkennen. Doch, was wenig verwundert: Auch die Kritik an Reality-Soaps bietet nichts Neues - schon gar nicht, wenn sie so ungelenk und linkisch daherkommt wie in "Showtime".


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